Was für ein Wochenende. Normalerweise würde ich wahrscheinlich keinen Artikel in meinem Blog schreiben. Mach ich jetzt aber doch, weil es einfach zu bescheuert ist/war…:
Letztes Wochenende ist die Familie kurzfristig auf die standesamtliche Trauung des Paares gefahren, bei deren kirchlichen Hochzeit (dieses Wochenende) ich auch dabei sein werde. Wurde anscheinend alles sehr kurzfristig organisiert, weil erst am Freitag klar wurde, dass sie Ersatz für die Apotheek haben. Ja und am Freitag sind sie dann auch abends gleich los. Ich hab den Alarm angeschalten, also für unten im Haus, so wie sich’s halt gehört. Am nächsten Morgen wach ich um 8 Uhr auf, dreh mich nochmal um, dös noch ein bisschen… plötzlich: ALARM. Scheiße Mann, dacht ich mir bloß… Also ich steh auf, schalt den Alarm aus, funktioniert nicht, probier nocheinmal, geht nicht, nochmal, immer noch nicht! Dann hab ich mir die Augen mal gerieben und aufgemacht und gesehen, dass ich die ganze Zeit auf die falsche Taste gedrückt habe. Dumm… egal, auf jeden Fall war das Teil dann aus. Bin runter gegangen und da war die Apotheek-Assistentin am Telefon, am bereden mit meinem Gastvater… war ja dann alles gut, weil Alarm ja aus… sie hat mir erklärt, dass sie wohl dachte sie könne oben im Büro auch arbeiten, weil der Alarm der Apotheek ja ausgeschalten war… was alle nicht wussten war nur, dass das Büro auch Alarm gesichert ist, wenn die untere Etage vom Haus an ist… naja, war ja dann alles gut.
Ich hab mich fertig gemacht und wollte dann auf nach Gent, bin in die Apotheek und meinte zum Apotheeker-Ersatz (übrigens der Vater von Karolien, meiner Gastmutter) das ich jetzt wohl gehen werde und dann den Alarm für’s Haus an mache. Ja, alles klar und ich bin los. Keine 5 Meter vom Haus war ich weg, da geht der Alarm los. Ich wieder ins Haus, schalt Alarm aus und da kommt auch schon die Apotheker-Assistentin, die meinte, sie müsse nur ganz kurz was oben holen und dann kann ich den Alarm anschalten. Gut, ich hab gewartet, sie kam zurück, ich hab wieder den Alarm angemacht und diesmal hat’s dann auch nicht wieder irgendjemand ausgelöst!
Gent war schön, nur leider extrem viele Touristen und das kann ich absolut nicht ausstehen… wär lieber die alllllller allllllllller einzigSTE Touristin gewesen und hätt mir alles in ruhe angeschaut und gechillt. Aber nun gut.
Ich bin dann auch irgendwann am späten Nachmittag heim, ganz einfach weil ich alles touristische gesehen habe und ich schon langsam müde wurde… und am Abend war ja die Geburtstagsparty von Aljoscha! (Aljoscha ist übrigens der Couchsurfer in Maastricht, bei dem Sandra, Franzi und ich uns einquatiert hatten) Ich bin also irgendwann gegen 8 daheim angekommen (nachdem der erste Bus 1 Minute vor Ankunft des verspäteten Buses losgefahren ist…), hab meine Sachen gepackt, was gegessen (hatte den ganzen Tag nur ein Baguette und Kuchen gegessen!) und dann auch wieder los. Auf zur Bushaltestelle. Da es eigentlich nicht schwer ist den richtigen Bus zu erwischen, der nach Maastricht fährt (bei der Haltestelle hält nur jede Stunde nur ein Bus hält und zwar nach Maastricht. Theoretisch! THEORETISCH! Linie 45: zum einem gibt es die, die nach Maaseik fährt, zum anderen die, die nach Maastricht fährt. Mögliches Problem der richtigen Linie, aber falsche Endstation, erübrigt sich THEORETISCH für Lanaken, da Linie 45 mit Endstation Maaseik THEORETISCH nicht in Lanaken hält. Ich hab nämlich mal in Genk einen Busfahrer der Linie 45 nach Maaseik gefragt, ob er auch in Lanaken hält. Und dieser meinte “Nein”… Also THEORETISCH… PRAKTISCH saß ich dann im Wartehäuschen und plötzlich Blicke ich auf und es steht ein Bus vor mir und der Busfahrer wartet darauf, dass ich einsteige. Ich steige also ein, da THEORETISCH ja kein anderer also falscher Bus hier hält… ich fahre und fahre, er frägt zwei Mädchen ob sie nach Maastricht oder Smeermaas wollen, beide wollen nach Smeermaas… er fährt. Plötzlich biegt er nach links, statt nach rechts. Seltsam… Alle steigen aus in Smeermaas, glaube zumindest, dass es Smeermaas war. Er frägt wo ich hin will: “Maastricht” … Ja, das ist dann der falsche Bus, ich soll rausrennen, vielleicht schaff ich noch den Bus nach Maastricht. Haha, der letzte Bus war schon vor 10 Minuten weg. Klasse, Melanie steht irgendwo um kurz nach 9 irgendwo zwischen den Niederlanden und Belgien und hat keine Ahnung! Ich bin dann erstmal die Straße zurückgelaufen aus der der Bus gekommen ist. Irgendwann hab ich eine Kirche in der Ferne gesehen und ich wusste: das muss Lanaken sein. Ich wollte aber ja eigentlich nach Maastricht… Hm… ich lief weiter, hab sogar versucht zu trampen, aber niemand hat angehalten, was auch nicht verwunderlich ist, im Dunkeln, in der Pampa… ich bin weiter gelaufen, bis eine Ortschaft kam, Gott weiß wie die heißt, denn Schilder sind dort wohl Mangelware.
Ich stand dann an einer Kreuzung: Entscheidung zwischen rechts und links. Nach links sah’s nach Vorort von Lanaken aus, rechts allerdings schon nach Maastricht. Ich ging einfach mal nach rechts. Zufällig war dann dort ein marrokaner, den ich dann auch gleich mal gefragt habe: “Wo bin ich hier? Und in welchem Land???” Ich war anscheinend in Kerkberg (wie ich später erfahren habe bereits ein Stadtgebiet von Maastricht) und in den Niederlanden. Smeermaas allerdings ist noch belgisch, ich muss also irgendwann irgendwo über die Grenze gelaufen sein… auf jeden Fall hat mich der Marrokaner dann gefragt, wo ich hin will, ich hab ihm erklärt, dass ich auf ne Party in der Nähe vom Krankenhaus will und er meinte, ich soll einsteigen, er fährt mich hin. Er war ziemlich nett, hat mich sogar gefragt, ob er die Musik ausmachen soll, denn da lief der Koran in gesungener Form, aber mich hat das eigentlich nicht gestört, hat einfach zum Abend dazu gepasst.
Ich kam dann so um 10 Uhr bei Aljoscha an, die letzte, das Bierfass war schon alle, aber er hatte noch anderes, zum Glück. Wir hatten ganz nette Unterhaltungen im Deutsch-Niederländisch-Englisch-Mix und haben über Gott und die Welt gelabert. Auch wenn alle mindestens 5 Jahre älter waren als ich, cool war’s trotzdem und auch ziemlich lang noch… Christopher (aus Aachen) und ich haben bei Aljoscha geschlafen, standen irgendwann um 12 Uhr auf, haben erstmal Käsemaisbrötchen gegessen, weitergelabert, Würstchen gegessen und dann war’s auch schon wieder Abend und wir sind dann auch aufgebrochen.
Alles in allem aber ein äußerst gelungenes Wochenende.
Schon eine lustige Sache, die Alarmgeschichte…
zu geil xD Ich kanns mir bildlich vorstellen :D :D :D